Bekanntlich ist die aktuelle Situation in Sachen Schulschwimmen in der Gemeinde Mertert alles andere als optimal: in Biwer müssen sich die Klassen der Gemeinde mit der kurzen Zeit zwischen zwei regulären Schwimmstunden begnügen, und für die Fahrt nach Trier vergeht mehr Zeit für Hin- und Rückfahrt als für den eigentlichen Schwimmunterricht.
In der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Pläne zum Neubau der Sporthalle in Wasserbillig vorgestellt. Aus diesen Plänen geht hervor, dass es seitens der Gemeindeverantwortlichen keine Pläne gibt in diesem Projekt ein Lehrschwimmbecken vorzusehen.
Unter Berücksichtigung der vorhergehenden Punkte ergibt sich für uns die drängende Frage, wieso ein Lehrschwimmbecken nicht Teil dieser Planungen ist. Uns ist klar, dass die finanziellen Mittel der Gemeinde nicht ausreichen, um ein großes öffentliches Schwimmbad wie z.B. «Les Thermes» in Strassen oder die «Syrdallschwemm» in Niederanven zu erbauen und zu betreiben. Jedoch sind wir der Meinung, dass ein Lehrschwimmbecken nach Art des Schwimmbeckens der Gemeinde Biwer eine mögliche Lösung für den Mangel an Lehrschwimmbecken in unserer Gemeinde und unserer Region ist:
- Durch das Beschränken auf den Hauptzweck des Beckens für den Schulsport und die reduzierte Größe, sollte es möglich sein, die Baukosten im Rahmen zu halten.
- Durch den Wegfall des Projekts mit der Gemeinde Rosport-Mompach ergibt sich eventuell die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit besagter Gemeinde, um so die Kosten für die Gemeinde Mertert zu reduzieren.
- Durch den nicht öffentlichen Betrieb, bzw. dem reduzierten öffentlichen Betrieb (wie in Biwer), sollte es möglich sein die laufenden Kosten, die sich vor allem aus Personalkosten zusammensetzen zu reduzieren.
- Ein Teil der laufenden Kosten des Lehrschwimmbeckens würde durch den teilweisen Wegfall der aktuell anfallenden Kosten fürs Schulschwimmen kompensiert (50.000 EUR für den Transport nach Biwer und Trier sowie 55.000 EUR Unkostenbeitrag zur Benutzung der Schwimmbäder in Biwer und Trier).
- Die reduzierte Größe eines solchen Schwimmbades sollte es erlauben, auf der Fläche der alten Schule in Wasserbillig (ca. 3200m2) eine Schwimmhalle ähnlicher Größe wie jener in Biwer (ca. 730m2 Grundfläche) einzuplanen, ohne die Größe der Sporthalle negativ zu beeinflussen.
- Wenn die aktuelle finanzielle Situation der Gemeinde zu angespannt ist eine solches Schwimmbecken zum jetzigen Zeitpunkt zu finanzieren, könnte man immerhin die entsprechende Fläche im Projekt der Sporthalle vorsehen und dann in einer späteren Phase bauen (wenn auch dann zu wahrscheinlich höheren Kosten).